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Umgestaltung des Barmbeker
Bahnhofs 
Barmbek-Nord ist mit seinem Hauptbahnhof unzufrieden.
Und das schon lange.
Der (vom „Fahrgastumschlag“ her)
drittgrößte Bahnhof in Hamburg
ist allenfalls praktisch.
Seit vielen Jahren wird dem Stadtteil die
Hoffnung gemacht, dass etwas geschieht.
Danach gibt es regelmäßig Terminverschiebungen.
Der Grund: Anders als bei anderen Bahnhöfen
gibt es hier zwei Verkehrsgesellschaften in
einem Gebäude: Hamburger Hochbahn
und Deutsche
Bahn müssen sich bei allem einigen.
Dies gestaltet sich offenbar langwierig.
Und wenn es um Umbauten geht, kommen der Senat
und der Bezirk Hamburg-Nord auch noch ins
Spiel. Doch bewegt sich etwas: die Umgestaltung
der U-Bahnsteige ist abgeschlossen!
Hier finden Sie:
Aktuell
Für den 12. Februar lud der Hamburger Bausenator Axel Gedaschko die Barmbeker Bürger kurzfristig zu einem Gespräch ins Museum der Arbeit.
Auf dem Weg dahin, sah er sich den Barmbeker Bahnhof an und verkündete bei dieser Gelegenheit den neuesten Stand in Sachen Bahnhof:
Der Senat hatte, wohl in seiner Sitzung am Dienstag, die Finanzierung des Umbaus beschlossen.
Das Konzept umfasst folgende Maßnahmen:
Restaurierung der Außenwände des Bahnhofsgebäudes
Grundlegende Umgestaltung des heutigen Durchgangs: die beiden Treppen werden bleiben,
aber der Durchgang wird insgesamt etwas breiter.
Durchstoß des Durchgangs des Durchgangs ggü. Globetrotter zur Fuhle hin.
Verlegung der Bushaltestellen, so dass die Busse fortan direkt am Bahnhof „anlegen“, und zwar
sowohl im Wiesendamm als auch in der Krüsistr/Pestalozzistr.
Überdachung der künftigen Bushaltestellen und der heutigen Bahnsteig mit transparenten Dächern
Auflösung des heutigen Busbahnhofs, Bau eines Geschäfts und Wohnhauses (von privater Hand)
und Herstellung einer freien Passage vom heutigen Bahnhofs-Durchgang zur Fuhle hin.
Der Preis, ca. 25 Mio. Euro, wird nun nahezu komplett von Hamburg übernommen, da die Bahn sich mit ihrem Konzept, in Barmbek viel zu sparen, durchgesetzt hat.
Bevor dies alles wahr wird, muss die kommende Bürgerschaft der Finanzierung zustimmen, danach
folgt die Ausschreibung der Baumaßnahmen.
Wenn das alles geklappt hat, kommen die Bagger.
Gedaschko erklärte, die Baumaschinen könnten nach seiner Einschätzung noch 2008 gesichtet werden.
Wie kam es so plötzlich dazu?
Die Pläne sind im Wesentlichen älteren Datums.
Was nun des Ausschlag gegeben hat, ist schlecht
zu sagen. Im Herbst hatte der MdHB W. Buss in der Hamburger Bürgerschaft eine Kleine Anfrage
zum Thema gestellt. Die Zusage des Senats, das Finanzierungskonzept noch 2007 vorzustellen, war
abgelaufen und reihte sich zunächst sauber in die Serie von folgenlosen Versprechen.
Im Dezember beschloss der Barmbeker Ratschlag, die heiße Phase des Wahlkampfs zu nutzen und
den Bahnhof von Stadtteilseite zum Thema zu machen.
Im Januar wurden dann 2861 Unterschriften auf Karten gesammelt. Die Lokalpresse nahm das Thema gern auf und bildete Vertreter von Barmbeker Unternehmen und Einrichtungen mit Bauhelmen und Presslufthämmern ab („Wir fangen schon mal an!“).
Am 9. Februar erklärten die lokalen Vertreter von fünf Parteien bei einer Veranstaltung im Big Easy einmütig, dass der Bahnhof ganz oben auf ihrer Prioritätenliste für Barmbek stehe.
Am 12. Februar erwies sich, dass der Bahnhof nun einen kleinen Schritt weiter ist.
Zum Hintergrund der Postkarten-Aktion im Januar:
Los jetzt! Ungeduld am Barmbeker Bahnhof
„Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“ diesen Schnack hört man häufig in der Nähe des Barmbeker
Bahnhofs. Der U- und S-Bahnhof, immerhin der mit den dritthöchsten Fahrgastzahlen in der Stadt,
ist nach Ansicht vieler Barmbeker auch einer der hässlichsten. Bereits in den neunziger Jahren
waren sich Planer, Gewerbetreibende, Fahrgäste und Anwohner einig: hier muss dringend etwas
geschehen.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Hoffnungen geweckt: Schon Bausenator Mettbach erklärte bei einer Begehung: „Hier muss etwas passieren.“ Da schöpfte man im Stadtteil Hoffnung. 2004 gab es einen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung mit anschließender feierlicher Präsentation. Da dachte man im Stadtteil, nun gehe es zu Sache.
2006 verkündete der damalige Bausenator Freytag, dass der Bahnhof nun zur „Chefsache“ würde.
Er erklärte, eine „Task Force“ eingesetzt zu haben, damit das Problem schnell gelöst werden könne.
Da dachte man im Stadtteil wieder, nun würde auch etwas geschehen.
Im Januar 2008 waren Bürger, Einrichtungen und Geschäftsleute mit ihrer Geduld am Ende: „Wie
Sie sehen, sehen Sie nichts!“ Sie forderten den sofortigen Beginn des Umbaus. Sie verteilten
Karten, auf denen Menschen aus dem Stadtteil, aber auch Fahrgäste ihre Ungeduld bekräftigen konnten.
Am 12. Februar wurde der Protest dem aktuellen Hamburger Bausenator Axel Gedaschko
übergeben: Innerhalb von nur drei Wochen hatten sich 2861 Menschen denm Protest angeschlossen.
Warum ist der Umbau des Bahnhofs wichtig?
Wegen des Bahnhof zögern Investoren, Geld in den Stadtteil und seine Einkaufsstraße zu stecken.
Fachgeschäfte werden lieber woanders eröffnet, wo der U- oder S-Bahnhof freundlich einlädt, statt durch Hässlichkeit abzuschrecken.
„Wenn das passiert, sind viele Bemühungen der IG um einen Image-Gewinn vergeblich,“ so Hans-Dieter Neumann, Vorsitzender der IG Fuhle.

Auch Kultureinrichtungen gehören zu den Initiatoren der Aktion. „Wir setzen uns für Vernetzung im Stadtteil ein und es ist erstaunlich, was inzwischen alles möglich wurde. Nun muss die Stadt ihren Beitrag leisten, damit Barmbek blüht!“, so Sonja Engler, Zinnschmelze, und Ulli Smandek vom Bürgerhaus in Barmbek fügt hinzu:„Gerade ein nicht so wohlhabender Stadtteil wie Barmbek-Nord ist auf einen funktionierenden und angenehmen Öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Der Bahnhof lädt zum Dealen ein, nicht zum angenehmen Aufenthalt!“
In der Hamburger Morgenpost "MOPO" wurde über diiese Aktion berichtet, hier geht´s zum Artikel.
Umgestaltung des Barmbeker Bahnhofs - Hintergrund
Bereits 1997 wurde in einem vom Bezirksamt
Hamburg-Nord in Auftrag gegebenen Gutachten
ein zusätzlicher Bahnhofszugang zur Kreuzung
Pestalozzistraße / Fuhlsbüttler
Straße als wesentlichster Punkt zur
Entwicklung des Bahnhofs und zur Stärkung
des angrenzenden Teils der Fuhlsbüttler
Straße vorgeschlagen.
Zwischen 1997 und 1999 mehrten sich die Beschwerden
aus der Bevölkerung über den Zustand
des Busbahnhofs. Nach mehreren Initiativen
des Ortsausschusses legte die Hamburger Hochbahn
AG 1999 eine erste Überplanung vor. Diese
sah vor, den Busbahnhof funktionell zu belassen
aber die Überdachung, Plakatwände
und Kioske abzubrechen, neu zu ordnen und
neu zu bauen.
Ungefähr ein halbes Jahr später
teilte die Hochbahn mit, diese Planung nicht
weiter zu verfolgen und stattdessen großräumiges,
betriebswirtschaftlich günstigeres, Verkehrskonzept
zu entwickeln.
m Mai 2001 stellte die Hochbahn einem Fachausschuss
der Bezirksversammlung Nord eine Planung für
die Umgestaltung des Bahnhofs vor,
die auf viel Zustimmung stieß.
Diese sieht eine dezentrale Anordnung der
Bushaltestellen im Wiesendamm und in einer
zusammengeführten Krüsi- bzw. Pestalozzistraße
vor. Der bisherige Busbahnhof wird aufgegeben
und so die Voraussetzung zur städtebaulichen
Neugestaltung dieses Bereichs eröffnet.
Zentraler Bestandteil der Planung ist, an
der Pestalozzistraße einen weiteren
Bahnhofszugang zu schaffen, um den Fußweg
für umsteigende Busfahrgäste zur
S-Bahn nicht zu verlängern.
Dieses Konzept ist prinzipiell bis heute unverändert.
Für die im Rahmen der Hochbahn-Planungen
frei werdende Fläche des Busbahnhofes
lobte die Baubehörde einen Städtebaulichen
Wettbewerb aus, dessen Ergebnisse im Juni
2004 im Museum der Arbeit präsentiert
wurden.
Der Siegerentwurf ist zu finden unter fhh.hamburg.de
Auch in diesem Entwurf ist ein zusätzlicher
Bahnhofszugang vorgesehen.Bei dem dabei notwendigen
Durchbruch durch den Bahndamm sind sowohl
die S-Bahn und als auch die Güterumgehungsbahn
involviert. Die damit verbundenen Finanzierungs-verhandlungen
zwischen Baubehörde und Bezirk, Hochbahn,
Deutscher Bahn und S-Bahn dauern bis heute
an.
Im März 2006 teilte die Behörde
in einer Anfrage mit, dass die Gelder für
den Straßenumbau Wiesendamm, Pestalozzistraße,
Krüsistraße erst für die Jahre
2007 und 2008 im Haushalt eingeplant sind.
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